18.07.2016

Jetzt kommt die Pachtpreisbremse

Neben der Mietpreisbremse soll erstmals auch eine Pachtpreisbremse kommen. Als erstes Bundesland will Niedersachsen Preisobergrenzen für landwirtschaftlich genutzte Flächen einführen.

Die Probleme auf dem „normalen“ Mietmarkt sollten inzwischen bundesweit bekannt sein, immerhin haben die Medien mehr als nur ausführlich darüber berichtet und viele Menschen spüren die unverhältnismäßig steigenden Mieten inzwischen auch selbst. Neben privatem Wohnraum scheint es aber nun ebenfalls Probleme bei landwirtschaftlich genutzten Flächen zu geben. Die Preise steigen auch hier so stark, dass nun Pachten preislich in Ihrer Höhe begrenzt werden sollen.

Niedersachsens Landesregierung will eine Abweichung der Pachten von mehr als 30% über den regional üblichen Preisen nicht länger gestatten. Hier stellt das Agrarministerium zudem einen Anstieg der durchschnittlichen Kaufpreise für Ackerflächen von weit mehr als 100% fest. Deshalb soll neben der Pacht auch der Verkauf von Grün- und Ackerflächen reguliert werden. Unter anderem sollen die bisher nutzenden Bauern zumindest ein Vorkaufsrecht erhalten. Hieran arbeiten auch schon etliche Landesregierungen in Ostdeutschland seit längerem.

 

 Benjamin Zühlke

 

Immobilienkaufmann (IHK), Immobilienmakler und

geschäftsführender Gesellschafter H&Z Immobilien