Diese Kosten erwarten Sie beim Hauskauf


Beim Hauskauf fallen nicht nur die Kosten für das Haus selbst an. Neben dem Kaufspreis summieren sich auch weitere, zum Teil unvermeidbare Kosten schnell auf 10-15% des Kaufpreises. Deshalb ist es wichtig, wenigstens grob zu wissen, mit welchen Kosten man rechnen muss.

 

Um Ihre Planung zu unterstützen, beschreiben wir hier also die wichtigsten Postionen, um Ihnen einen ersten Überblick zu verschaffen. Selbstverständlich stehen wir für eine Immobilienbewertung in Berlin und Brandenburg oder weitere Fragen auch gerne persönlich an Ihrer Seite.



1) Wertgutachten

Um vor dem tatsächlichen Kauf zu prüfen, ob die Immobilie auch wirklich zu einem realistischen Preis angeboten wird, greifen viele potentielle Käufer zum Wertgutachten. Die Kosten für ein derartiges Gutachten variieren stark. Die Gutachtenerstellung durch Ingenieurs- oder Architektenbüros kostet in der Regel schnell 1.000 - 2.000 Euro und mehr.

H&Z Immobilien bietet schriftliche Immobilienwertermittlungen durch einen Sachverständigen derzeit ab 599 Euro inkl. MwSt an. Die gutachterliche Feststellung von Bauschäden, Schimmelbefall o.ä. ist hier jedoch nicht berücksichtig. Für Gutachter, die derartige Schäden zusätzlich feststellen und beurteilen, können unabhängig von der Wahl des Sachverständigen und dem Umfang der Schäden weitere Kosten anfallen.

 
2) Maklerprovisionen


In den meisten Fällen wird der Immobilienverkauf mit Hilfe eines Immobilienmaklers abgewickelt. Hier wird eine Provision fällig. Üblicherweise sprechen wir hier von etwa 5 bis 7 Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Die prozentuale Höhe der Provision fällt bei besonders teuren Immobilien in der Regel etwas niedriger aus. Das Bestellerprinzip hat auf den Verkauf beziehungsweise Kauf von Immobilien keine direkten Auswirkungen. Es gilt nur im Bereich der Vermietung.  


3) Nebenkosten der Finanzierung


Allgemeingültig ist es hier schwer Zahlen zu nennen. Es ist aber Tatsache, dass Immobilien in den meisten Fällen über Darlehen finanziert werden. Die Nebenkosten der Finanzierung sollten hier immer bis ins Detail geklärt und berücksichtigt werden. Mögliche Beispiele für diese Nebenkosten sind Zinszahlungen, Zinsaufschläge oder auch Kontoführungs- und Bearbeitungsgebühren.

Lassen Sie sich am besten genau vorrechnen, wie hoch die Nebenkosten Ihrer Finanzierung sein werden. Entsprechend der Preisangabenverordnung sind die Banken verpflichtet, Ihnen alle Kosten aufzuzeigen. ! Auch interessant: Die Wiederrufsrechte bei Immobilienkrediten (Reform 2016)

 
4) Notarkosten

Der Kaufvertrag über eine Immobilie ist erst dann rechtskräftig, wenn der Vertrag notariell beurkundet ist. Da dies gesetzlich so vorgeschrieben ist, und eine Eigentumsübertragung bzw. die Eintragung im Grundbuch ansonsten nicht erfolgt, ist der Termin beim Notar demnach zwingend. Die Kosten für die Beurkundung sind in der Gebührenordnung festgelegt. Sie orientieren sich an der Höhe des Kaufpreises der Immobilie. In der Regel kann man sagen, die Kosten betragen etwa ein Prozent des Kaufpreises.

In unserem obigen Beispiele also, wo der Kaufpreis 200.000 Euro beträgt, fallen etwa 2.000 Euro Notar gebühren an.

 
5) Grunderwerbssteuer

Der Staat verdient mit, beim Immobilienkauf. Auch und vor allem die Grunderwerbssteuer sollte daher beim Kauf einer Immobilie unbedingt berücksichtigt werden. Je nach Bundesland beträgt die Steuer zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Eine Grundbucheintragung ohne Zahlung dieser Steuer, die zu einer Ausstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigung durch das Finanzamt führt, ist nicht möglich. Eine Übersicht über die in en verschiedenen Bundesländern zu zahlende Grunderwerbssteuer finden Sie in unserer FAQ.

 
6) Die Eintragung ins Grundbuch

Anders als beim Kauf eines Autos beispielsweise, reicht es beim Hauskauf nicht aus, nur einfach den Kaufpreis zu zahlen und die Schlüssel entgegen zu nehmen. Eigentümer einer Immobilie wird man erst mit dem Eintrag ins Grundbuch. Diese Eintragung ist Gebühren verbunden. Die genauen Kosten richten nach einer entsprechenden Gebührenordnung und können zusätzlich höher ausfallen, wenn die Immobilie zum Beispiel mit Hilfe eines Bankkredits finanziert wird und die Bank  die Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch voraussetzt. Da das Grundbuchamt Teil des Amtsgerichts ist, spricht man bei den Eintragungsgebühren häufig auch von Gerichtskosten.

 
7) Rücklagen und Umbau

Es ist empfehlenswert, notwendige Rücklagen schon bei der anfänglichen Planung hinreichend zu berücksichtigen. Nicht nur größere Kapitalanlagen erfordern eine gewisse Zahlungskraft für Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen. Auch wenn man ein kleines Einfamilienhaus erwirbt, sollte man im Hinterkopf behalten, dass Reparaturen immer ein Thema sein können und werden.

Umbaumaßnahmen, ob schon unmittelbar nach dem Kauf oder erst später, stellen häufig ebenfalls erhebliche Kostenpositionen dar, die in die Finanzplanung mit einfließen sollten. Neben kostspieligen Einbauküchen oder Kamininstallationen können immerhin auch Veränderungen im Trockenbau oder der Anbau von zusätzlichen Zimmern, einem Wintergarten oder einer Garage ein Thema werden. Wie hoch das finanzielle Polster für solche Arbeiten angesetzt werden sollte, ist pauschal nicht zu sagen. Außer Acht lassen sollte man es jedoch möglichst nicht.